12 Tomatenkrankheiten: Braunfäule, Krautfäule und mehr

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Schon beim Anpflanzen kannst du viel dafür tun, dass deine Tomaten von Krankheiten verschont bleiben. Hier erfährst du, welche Tomatenkrankheiten besonders häufig vorkommen und wie du sie mit der richtigen Pflege bekämpfen kannst. Außerdem bekommst du einen Überblick über Ursachen und Gegenmaßnahmen bei Tomaten-Schäden (geplatzte Tomaten & Co.) sowie bei Tomaten-Schädlingen.

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Die häufigsten Tomatenkrankheiten

1. Kraut- und Braunfäule

Was ist Kraut- und Braunfäule?

Kraut- und Braunfäule ist die häufigste Tomatenkrankheit. Sie wird durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht, der oftmals von Kartoffeln auf Tomaten übertragen wird. Die Krankheit tritt bevorzugt bei feuchter Witterung und Temperaturen um 15 °C auf.

Wie erkennt man Kraut- und Braunfäule?

Man erkennt die Kraut- und Braunfäule an den charakteristischen Flecken, die zunächst eine graue bzw. bräunliche Färbung haben und später ins Schwarze gehen und immer größer werden. Früchte, Blätter und Stängel können davon betroffen sein. Manchmal bildet sich an der Blattunterseite zudem ein weißer Belag.

Was kann man dagegen tun?

  • Tomatenpflanzen vor Regen schützen (z.B. mittels Gewächshaus oder überdachter Terrasse)
  • sonnigen Standort wählen, sodass Pflanzen nach Regen schnell trocknen
  • Tomaten mit Abstand zueinander pflanzen (70 cm)
  • nicht neben Kartoffeln pflanzen
  • nicht über die Blätter gießen, Spritzwasser vermeiden
  • Pflanzen mit Ackerschachtelhalm-Tee stärken 
  • alternativ: robuste Tomatensorten wählen (z.B. „Philovita“, „De Barao“, „Harzfeuer“, „Phantasia“)

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2. Dürrfleckenkrankheit

Was ist die Dürrfleckenkrankheit?

Die Dürrfleckenkrankheit wird durch den Pilz Alternaria solani ausgelöst, der ebenfalls häufig von Kartoffeln auf Tomaten übergeht. Er tritt vor allem bei warmer und trockener Witterung auf. 

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Woran erkennt man die Dürrfleckenkrankheit?

Die Dürrfleckenkrankheit erkennt man an den graubraunen Flecken, die zunächst die Blätter in Bodennähe befallen und dann weiter über die Pflanze wandern. Auch der Stängel kann Flecken aufweisen, die Früchte werden matschig.

Was kann man dagegen tun?

  • Tomaten mit Abstand zueinander pflanzen
  • nicht zu nah an Kartoffeln pflanzen
  • betroffene Blätter sofort entfernen (so kann Ausbreitung verhindert werden)
  • Pflanzstäbe grundsätzlich nach jeder Saison desinfizieren (der Pilz ist sehr langlebig)

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3. Frucht- und Stängelfäule

Was ist die Frucht- und Stängelfäule?

Die Frucht- und Stängelfäule wird durch den Pilz Didymella lycopersici verursacht, der z.B. durch Einschnitte in eine Tomatenpflanze eindringt. Er beschädigt diese dann so, dass der Wassertransport gestört ist.

Woran erkennt man die Frucht- und Stängelfäule?

Bei der Frucht- und Stängelfäule färbt sich zuerst der Stängel in Bodennähe schwarz und die Rinde sinkt ein. Die Wasserversorgung wird dadurch behindert und in der Folge verkümmern die Früchte und Blätter der Tomatenpflanze.

Was kann man dagegen tun?

  • Verletzungen an Tomatenpflanzen vermeiden (z.B. weiche Befestigungsmaterialien verwenden)
  • betroffene Pflanzen sofort entfernen
  • Pflanzstab der betroffenen Pflanze desinfizieren

4. Echter Mehltau

Was ist Echter Mehltau?

Echter Mehltau wird durch den Pilz Oidium lycopersici verursacht, der vor allem bei warm-feuchter Witterung Blätter und Stängel von Tomatenpflanzen befallen kann.

Woran erkennt man Echten Mehltau?

Echten Mehltau erkennt man an dem typischen weißlich-mehligen Belag auf Blättern und Stängeln. Nach einer Weile verwelken die Blätter und bei starkem Mehltaubefall geht die Tomatenpflanze völlig ein.

Was kann man dagegen tun?

  • kranke Blätter sofort entfernen
  • alternativ: robuste Tomatensorten pflanzen (z.B. „Phantasia“, „Philovita“)

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Andere Schäden an Tomaten

Nicht nur durch Pilzbefall, auch durch einen Mangel oder ein Überangebot an Nährstoffen und Wasser bzw. den falschen Standort können Tomaten beschädigt werden.

Blütenendfäule

Blütenendfäule (bräunlich-schwarze Stellen auf den Tomatenfrüchten) tritt bei Kalziummangel durch Trockenstress auf. Hier hilft ausreichendes und gleichmäßiges Gießen.

Grünkragen oder Gelbkragen

Ein grüner oder gelber Ring am Stielansatz kann durch starke Sonneneinstrahlung verursacht werden. Hier hilft ein Schattenplatz für die Mittagszeit. Falls zu viel Stickstoff die Ursache ist, muss man das Düngen anpassen.

Löffelblätter

Löffelblätter oder Blattrollen (die Blätter rollen sich nach oben ein) wird durch Überdüngung oder Trockenstress verursacht. Eine gleichmäßige Wasserversorgung und angepasstes Düngen sorgen für Abhilfe.

Geplatzte Tomaten

Tomatenfrüchte an gesunden Pflanzen platzen dann, wenn man die Pflanze ungleichmäßig gießt und sie nach einer Trockenperiode plötzlich sehr viel Wasser bekommt. Es hilft eine gleichmäßige Wasserversorgung.

©Pixabay

Die wichtigsten Tomatenschädlinge

Ein weiterer Risikofaktor für die Tomatenernte sind die folgenden Schädlinge, die sich auf Tomaten spezialisiert haben:

Tomatenminierfliege

Die Larven der Tomatenminierfliege graben Gänge in die Blätter der Tomatenpflanze. Als Gegenmaßnahmen sollte man die betroffenen Blätter entfernen und gegebenenfalls Schlupfwespen zur Bekämpfung einsetzen.

Tomatenminiermotte

Die Schäden durch die Tomatenminiermotte treten zuerst oben an den jungen Trieben auf, dann werden die Früchte angegriffen. Eine mögliche Gegenmaßnahme ist der Einsatz von Pheromonfallen oder Nützlingen (Schlupfwespen oder Raubwanzen).

Tomatenrostmilbe

Wenn eine Tomatenpflanze von der Tomatenrostmilbe befallen wurde, färben sich die Blätter gelb und die Haupttriebe und Blütenstiele braun. Gegen die Tomatenrostmilbe gibt es keine wirksame Hilfe, d.h., die Pflanze muss komplett entsorgt werden.

Gemüseeule

Die Raupen der Gemüseeule (auch Tomatenmotte) fressen sich durch Blätter und Früchte von Tomaten. Zur Vorbeugung helfen Insektennetze. Wenn eine Pflanze befallen ist, kann man Pheromonfallen oder Schutzmittel auf Neem-Basis einsetzen.

©Getty Images

Wenn du mehr über den erfolgreichen Anbau von Tomaten erfahren möchtest, dann lies auch diese beiden Artikel:

Allgemeine Tipps zum Gärtnern bekommst du in den folgenden Beiträgen:

Quellen: mein-schoener-garten, ndr

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