Mini-Steingarten Kübel Hauswurz

Steingarten richtig planen, anlegen und pflegen: 5 Tipps

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Ein Steingarten bietet die Möglichkeit, eine Gebirgslandschaft im heimischen Garten nachzuahmen und sie mit alpinen Pflanzen zu gestalten. Darüber hinaus handelt es sich hierbei um ein äußerst pflegeleichtes Gartenkonzept – die Pflanzen wachsen auch auf kargen Böden und halten wechselhaftem Wetter stand.

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Was du beim Anlegen eines Steingartens alles beachten musst, erfährst du hier.

1. Planung des Steingartens

Ein Steingarten benötigt nicht viel Platz und kann in jedem Garten seine Nische finden. Selbst ein mit Hauswurz bepflanzter Kübel kann als Mini-Steingarten sehr attraktiv wirken.

Mini-Steingarten Kübel Hauswurz©Pixabay/LadyLioness

Grundsätzlich ermöglicht die große Pflanzenauswahl eine farbenfrohe und pflegeleichte Gestaltung über das ganze Gartenjahr hinweg. Beachte bei der Planung des Steingartens aber unbedingt die Licht- und Wetterverhältnisse des gewünschten Standortes. Eine Ausrichtung nach Süden oder Südwesten ist hierbei ideal. Große Steine, Gräser und Zwergbäumchen sorgen später im Steingarten für wandernden Schatten. Mit entsprechenden Pflanzen kannst du den Steingarten aber auch im schattigen Bereich deines Gartens anlegen.

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Beachte außerdem, dass sich nicht alle Pflanzen auf allen Untergründen wohlfühlen. Wenn du kalkhaltiges Gestein verwendest, wachsen kalkempfindliche Pflanzen nicht so gut. Bei silikathaltigen Steinen sollten Pflanzen verwendet werden, die einen sauren Boden bevorzugen. Des Weiteren sollten alle Steine, die du für den Steingarten verwendest, witterungsbeständig sein. Entscheide dich vorab noch für ein Farbkonzept und mische nicht zu viele verschiedene Gesteinsarten, da das Beet sonst unnatürlich und unruhig wirkt.

Steingarten anlegen. Die richtigen Steine für den Steingarten auswählen.©Pixabay/nevena_minova

2. Steingarten richtig anlegen

Für die Anlage eines Steingartens bieten sich vor allem flache Böschungen oder leichte Erhöhungen an. Ein leichtes, natürliches Gefälle leitet beispielsweise überschüssiges Wasser automatisch ab und beugt somit Staunässe vor. Grenze zunächst die Fläche des zukünftigen Steingartens ab und hebe den Boden auf dieser Fläche ca. 30 cm tief aus. Entferne dabei unbedingt alle Unkrautwurzeln. Anschließend wird magere, steinige Erde oder Bauschutt aufgeschüttet und die Landschaft des Steingartens z.B. durch Hügel und Täler geformt. Darauf wird ein Unkrautvlies verlegt, auf welchem du anschließend karge, steinige Pflanzerde und verschiedene Findlinge verteilst.

Steingarten richtig anlegen©MediaPartisans

Zu guter Letzt werden die Pflanzen gesetzt und die Zwischenräume mit Schotter und Kieselsteinen aufgefüllt. So kann Regenwasser problemlos ablaufen und der Unkrautwuchs wird unterdrückt.

Tipp: Solltest du den Steingarten am Hang anlegen, müssen Stufen gebildet werden, um das Abrutschen des Untergrundes zu verhindern. Verwende dazu am besten große Steinblöcke und verankere sie besonders fest im Boden.

Steingarten am Hang anlegen©Wikimedia/Don Bühl/CC BY-SA 3.0

3. Steingarten pflegen

Da die meisten Steingarten-Pflanzen aus Bergregionen mit nährstoffarmen Böden und wechselhaftem Wetter stammen, sind sie überwiegend robust und pflegeleicht. Die Pflanzen müssen deshalb nur sehr wenig gedüngt oder zurückgeschnitten werden.

Durch den stark wasserdurchlässigen Untergrund kann der Boden an sonnigen Standorten allerdings sehr schnell austrocknen. Sonnenliebende Steingarten-Pflanzen sind zwar meist mit guten Wasserspeicher-Eigenschaften ausgestattet, sollten aber dennoch bei großer Hitze oder langen Trockenphasen etwas gewässert werden. Wenn trotz Unkrautvlies noch Unkraut wächst, empfiehlt es sich, dieses zeitnah zu entfernen. Mit Konkurrenz im Beet tun sich viele Steingarten-Pflanzen nämlich schwer.

4. Die richtigen Pflanzen finden

Um dich im Steingarten an bunten Blüten zu erfreuen, musst du zunächst die richtigen Pflanzen auswählen. Hierfür eignen sich:

  • Bodendecker und Polsterstauden: z.B. Blaukissen, Steinkraut, Polsterphlox, Schleifenblume, Walzen-Wolfsmilch, Alpen-Aster oder Alpen-Gänsekresse
  • Zwiebelblumen: z.B. Elfen-Krokus, Enzian, blaue Traubenhyazinthe, niedrige Wild-Narzissen, Zierlauch sowie wilde oder botanische Tulpen

©MediaPartisans (Symbolbild)

Ebenfalls geeignet sind Hauswurz und Gräser wie Blauschwingel oder Büschelhaargras. Da die meisten Steingarten-Pflanzen Frühblüher sind, solltest du außerdem einige Sommerblüher einplanen. Hier bieten sich verschiedene Zierlauch-Pflanzen, Enzian, Stachelnüsschen oder Sonnenröschen an. Auch Küchenschellen, Frühlings-Adonisröschen, Katzenpfötchen oder Frauenmantel kannst du für deinen Steingarten in Betracht ziehen.

5. Das Alpinum

Wer mit Steingärten schon etwas Erfahrung hat, kann sich an einem Alpinum – einer speziellen Form des Steingartens – probieren. Bei der Bepflanzung konzentriert man sich ausschließlich auf die Flora hochalpiner Gebiete. Mit Liebe zum Detail werden hier aus Steinen oder Felsen Berglandschaften im Kleinformat nachgebaut und mit sehr seltenen oder ungewöhnlichen alpinen Pflanzen ausgestattet. Dazu zählen beispielsweise:

  • Alpen-Edelweiß
  • alpine Arten der Nelke
  • Glockenblume
  • Netzblatt-Pfingstrose

©MediaPartisans (Symbolbild)

Das Anlegen eines Steingartens ist mitunter mühselig – der Aufwand zahlt sich aber aus. Hobbygärtner können mit diesem Konzept ihren Garten optisch aufwerten. Darüber hinaus ist der Steingarten auch noch äußerst pflegeleicht. 

Hast du auch schon mal einen Steingarten angelegt? Wenn nicht, wird es höchste Zeit!

Weitere Tipps für die Gartengestaltung findest du in diesen Beiträgen:

Quellen: obi, mein-schoener-garten
Vorschaubild: ©Pixabay/nevena_minova